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Anzeigen-Boykott:
Berliner Regierung für Springer zu extremistisch
Der Springer-Verlag hat eine bezahlte Anzeige von
SPD und Linkspartei zur Werbung für eine Bildungshotline des
rot-roten Senats abgelehnt. Parteienwerbung, erst recht Werbung
für extremistische Parteien, gehörten nicht in den
Unternehmenskonsens der Springer-AG, heißt es in einem Schreiben
an Christian Gaebler, Parlamentarischer Geschäftsführer der
SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Das berichtet die Tageszeitung
“Neues Deutschland” (Wochenendausgabe), der das Schreiben
vorliegt…
Die Entstehung des Antisemitismus in der Antike:
Judenhaß und Judenfurcht
Antisemitismus in seinem breiten Spektrum von
diskreditierenden Unterstellungen bis hin zu dem Willen, die
Juden physisch zu vernichten, ist bereits ein Phänomen der
griechisch-römischen Antike. Im Jahr 38 n. Chr. wurde im
ägyptischen Alexandria das älteste jüdische Getto errichtet; in
einem Gewaltexzess wurden zahllose Juden von ihren eigenen
Mitbürgern niedergemetzelt. Gibt es eine Erklärung für ein
solches Geschehen?...
In 100 Städten der Welt:
Protest gegen Steinigungen im Iran
Seit der Islamischen Revolution vor 31 Jahren wurden
Zehntausende Menschen im Iran hingerichtet, gesteinigt,
diskriminiert, inhaftiert, gefoltert…
November-Tournee:
Nizza Thobi fasziniert
Der Albumtitel 'Ein Koffer spricht' erreichte im September
2009 den Platz 9 unter den Top 10 der LBL Liederbestenliste...
Kurzmeldung: Ermittlungen zu Brandanschlag auf Wormser Synagoge
halten an
Am Tatort fand die Polizei acht Kopien eines Bekennerschreibens,
auf dem in fehlerhaftem Deutsch der Satz zu lesen stand: "Sobald
ihr nicht den Palästinenser Ruhe gibt, geben wir euch keine
Ruhe!!!".
Kurzmeldung: Dani Levy muss sich bei der Filmfinanzierung
entwürdigen und den mit Kultur und Kulturförderung in
Deutschland Beauftragten nach dem Mund reden, egal wie wenig
Sachverstand diese auch haben. Zu seinem Film "Alles auf Zucker"
hatte es Vorbehalte gegeben wie, man wolle "keine
Minderheitenprogramme".
Band 2 über Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden:
Lebendige Essenz dieser Zeit
Empfehlenswert ist die instruktive Einleitung zu den
Vorgängen in Deutschland und Österreich in den Monaten vor dem
Überfall auf Polen, dem Beginn des 2.Weltkriegs. In den Monaten
vorher, dem Anschluss Österreichs und dem Kriegsbeginn – wurde
ein flächendeckender Ausnahmezustand gegen die Juden verhängt,
sie wurden ihrer Existenzgrundlage beraubt...
Kurzmeldung:
Designierter Zentralratschef Graumann muss seine Gemeinde einen
Zitat aus einer ddp-Meldung zur
bevorstehenden Wahl des neuen Präsidenten des ZJD: ..."Als
im März ein deutscher SS-Standartenführer bis dahin unbehelligt
in einem Stuttgarter Seniorenstift starb, war es aber ein
Zentralratskollege Graumanns, der die Nazi-Aufarbeitung in der
Bundesrepublik "scheinheilig" nannte und hinzufügte, es sei
"unglaubwürdig", Stasi-Täter zu verfolgen, wenn gleichzeitig
NS-Massenmörder gut versorgt ihren Lebensabend genießen. Auch
künftig wird in Deutschland solche Kritik allein der Zentralrat
so formulieren dürfen".
Wo hat es begonnen:
Die Entstehung der Mavi-Marmara-Linken
Die links-jihadistische Querfront ist
keine Schnappsidee einiger verwirrter Antiimperialisten mehr.
Seit dem Auslaufen der "Mavi Marmara" ist sie Realität…
Ägypten:
Sie
sehen keinen Antisemitismus
Vor ein paar Wochen führte ich eine faszinierende
Diskussion mit einem jungen deutschen Historiker aus Berlin, der
den Antisemitismus in der arabischen Welt untersucht...
Den "Volksgenossen" helfen:
Rekrutierung in der Krabbelgruppe
In Mecklenburg-Vorpommern müssen die
Betreiber von Kindertagesstätten nachweisen, dass ihr Personal
verfassungstreu ist. Die Landesregierung möchte verhindern, dass
Betreuungseinrichtungen von Neonazis unterwandert werden…
MVP:
Graumann fordert Kita-Erlass gegen Rechts
Die Initiative Mecklenburg-Vorpommerns,
künftig von Kita-Betreibern einen Nachweis zu verlangen, dass
sie nicht von Extremisten unterwandert werden, ist ein starkes
Beispiel für einen kämpferischen demokratischen Staat, der sich
wehren will...
Städtepartnerschaft:
Ökostadt Freiburg und das iranische Raketenzentrum
Seit zehn Jahren gibt es eine Städtepartnerschaft zwischen
Freiburg und der iranischen Atomstadt Isfahan. Sie muss dringend
eingefroren werden…
Bikernieki:
Als das Vertrauen in die Mitmenschen verloren ging
Die Reise zur Gedenkveranstaltung des Deutschen Riga Komitees im
Wald von Bikernieki war für die Gelsenkirchener Jüdin Judith
Neuwald-Tasbach ein schwerer Gang…
Gabriel Bach:
Eichmanns Chefankläger
Am Sonntag sendete die ARD ein Doku-Drama
über den Organisator des Holocaust, Adolf Eichmann. Wenige Tage
zuvor saß Gabriel Bach, 1961 Chefankläger gegen Eichmann, in der
Wohnung dieses Korrespondenten und erzählte Schülern aus Bochum
seine Erlebnisse rund um diesen Prozess. Der Mitschnitt seiner
Ausführungen ist hier stark gekürzt, aber stilistisch kaum
überarbeitet wiedergegeben…
NS in Bayern:
Unterdrückte Ursprünge
Wie die bayerischen Wurzeln des NS von der offiziellen
Geschichtsschreibung unterschlagen werden…
TV-Radar:
haGalil Fernsehtipps
Vom 16. bis 31. Juli 2010...
Vorschlag der Polizeigewerkschaft abgelehnt:
Innenminister Herrmann gegen gemischte Polizeistreifen
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: “Vorschlag der Deutschen
Polizeigewerkschaft zu gemischten deutsch-türkischen
Polizeistreifen wenig hilfreich – Entstehen von
Parallelgesellschaften wird gefördert"...
Oberammergau:
Leiden und leiden lassen
Vier paar dicke Socken und zwei
Passions-Plüschesel – vermutlich einer der Standardeinkäufe an
einem kalten, verregneten Tag in Oberammergau. „Seid’s auch bei
dieser Passion“, fragt der Inhaber des Textilladens, Stephan
Burkhart. Irgendetwas an seinem ironischen Grinsen hätte es
verraten können, er selbst tut es nicht
Katholiken geben zu:
Passionsspiele waren bis 1990 antisemitisch
Eine in Deutschland erscheinende katholische
Zeitschrift veröffentlichte kürzlich einen Beitrag, in dem die
beiden Autoren M. H. Jung und H. Kaiser erfreulich offen
eingestehen, dass die Aufführungen der Spiele in der
Vergangenheit teilweise sogar „extrem“ antisemitischen Charakter
trugen...
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Begegnungen:
Histadrut Hamorim und
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Seit 1968 begegnen sich deutsche und
israelische Pädagogen im Rahmen regelmäßiger Lehrerseminare. Diese werden von
den Gewerkschaften GEW und der Histadrut Hamorim organisiert. Den Weg zu diesen
Begegnungen ebneten lange, zunächst mit Skepsis verbundene Verhandlungen, denn
eine deutsch-israelische Begegnung bedeutet auch immer Begegnungen mit der Shoah
– gemeinsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, die Deutsche
an Juden verübt haben…
Editorial:
Deutsch –
Israelische Begegnungen
Deutsch-israelische Begegnungen, dies heißt auch immer Begegnung mit der Shoah,
gemeinsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, die wir
Deutschen an den Juden verübt haben. Diese Konfrontation mit der Shoah bildet
einen zentralen Bestandteil unserer Seminare...
Kurz nach der Ermordung von Yitzhak Rabin:
Dilemmata in der Erziehung zum Frieden
Israel befindet sich inmitten eines Prozesses, dessen Ziel der Übergang in eine
Epoche des Friedens im Nahen Osten ist. Wir sprechen bewusst von einem Prozess
und nicht von einem einmaligen Akt. Dieser Prozess ist begleitet von
Befürchtungen, Hindernissen, Schmerzen und sogar Widerstand aus
unterschiedlichen Richtungen – innere sowie äußere, darunter auch Akte des
Terrors...
Überlebensnotwendiger Konsens:
Werte in der
Erziehung
Bei der Vorbereitung unserer diesjährigen
Schwerpunktthemen habe ich den Vorschlag eingebracht, über Werte zu diskutieren,
die wir als Pädagoginnen und Pädagogen in und für unsere Arbeit als unabdingbar
ansehen. Aus meiner langjährigen Arbeit als Lehrerin in einem multikulturellen
und sozial sehr unterschiedlich strukturierten Umfeld stellt sich mir immer
dringender die Frage nach einem gemeinsamen Werte-Nenner, einem von Lehrern,
Eltern und Schülern gemeinsam entwickelten und getragenen Werterahmen oder
Wertemaßstab...
Reparationszahlungen - "Wiedergutmachung":
Die
Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen
Es gibt keinen Zweifel, daß die Bedenken der
Gegner bezüglich der „Wiedergutmachung“ gesehen wurden. Die ernsten Bedenken in
Israel zu Zeiten des Tumults in der Knesset verflüchtigten sich nicht, aber die
aktuelle Verbindung und vielfache Kontakte ermöglichten das allmähliche Abflauen
der Dämonisierung Deutschlands, und es wurde mit realistischeren Augen
betrachtet...
Der Holocaust:
Ein Thema für
Bilderbücher?
Die Tatsache, dass der Holocaust und seine
Vorgeschichte auch Thema von Bilderbüchern für Kinder im Vorschul- und
Grundschulalter sind, lässt zwei unterschiedliche Fragestellungen zu: Zum einen
lassen sich Bilderbücher im Hinblick auf ihre Eignung für Gespräche in der
Familie, im Kindergarten und in der Grundschule betrachten, zum anderen sind
Bilderbücher als Produkte von Erwachsenen ein Spiegel ihrer Rezeption des
Holocaust, ihrer Sichtweisen und ihrer Interpretation dessen, was Kindern durch
die Konfrontation mit den Bilderbüchern vermittelt werden soll...
Mit beklommenem Herzen:
Schwarze
Schmetterlinge - weiße Schmetterlinge am Berliner Himmel
Die israelische Lehrerin Zvia Pelz-Fuhrer verfasste dieses Gedicht nach dem
1994er Seminar...
GEW:
"Die Verantwortung aber
bleibt"
"Im Focus unserer gemeinsamen Seminare steht der Holocaust in allen seinen
Aspekten. Es war und bleibt das Ziel, mit Unterricht und Erziehung dazu
beizutragen, dass so ein Ereignis nie wieder geschehen kann. Der Holocaust ist
Teil der europäischen Geschichte und muss deshalb auch im Curriculum aller
Länder vorkommen," führte Dr. Avraham Rocheli im Januar 2008 auf einem
internationalen Gewerkschaftssymposium zum Holocaust-Gedenktag in Krakau aus...
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Alles so schön bunt hier:
Vom „volksfremden Journalismus demokratisch-jüdischer Prägung“
„Gegen volksfremden Journalismus demokratisch-jüdischer
Prägung, Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht
vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist.“ lauteten Sprüche,
die bei Bücherverbrennungen im nationalsozialistischen
Deutschland skandiert wurden…
In drei Bundesländern:
Bundesinnenminister verbietet Hamas Spendenverein
Bundesinnenminister Dr. Thomas de
Maizière hat heute den in Frankfurt/Main ansässigen Verein
"Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH) verboten.
Der Verein unterstützt die HAMAS und richtet sich dadurch gegen
den Gedanken der Völkerverständigung...
Kolonialismus?
Nazipropaganda in der arabischen Welt
Jeffrey Herfs Buch korrigiert die auch
in Deutschland immer wieder zu hörende Auffassung, die
Propaganda Hitlerdeutschlands habe sich im Rahmen einer
spezifisch nazistischen „antiimperialistischen“, gegen die
Westmächte gerichteten Agitationsvariante an Muslime,
insbesondere Araber, und muslimische Nationen mit dem Ziel
gewandt, Bündnispartner im Krieg gegen Engländer und Amerikaner
zu gewinnen, dabei aber antisemitischen Aspekten eher eine
untergeordnete Rolle zugewiesen…
Die Islamische Republik Iran:
Eine globale Bedrohung - und wie man sie beenden kann
Am 18. Juli 1994 wurden bei einem Anschlag auf das jüdische
Gemeindezentrum in Buenos Aires 85 Menschen ermordet.
Verantwortlich waren die Quds-Brigaden der iranischen
Revolutionsgarden. Der Jahrestag ist Anlass, über das
Terrornetzwerk der Islamischen Republik zu sprechen...
CSD in Köln:
Israelis und
Iraner marschieren gemeinsam
Am diesjährigen Christopher Street Day in Köln hat es am
Wochenende ein besonders schönes Zusammentreffen gegeben:
Schwule Angehörige der iranischen Exilgemeinde schlossen...
Geistesblitze im konservativen Lager:
IQ-Tests gegen Einwanderung
Jahrzehntelang – eigentlich bis heute – war
es vor allem die CDU/CSU, die verhinderte, dass Deutschland eine
vernünftige Einwanderungspolitik betreiben konnte. Stets ging
man eher von einem Modell “saisonaler Gastarbeiter” aus, als
davon, dass Einwanderung und Einwanderungspolitik für eine
alternde Gesellschaft wie die deutsche dringend notwendig ist.
So haben gerade die Konservativen am meisten Verantwortung für
eben jene Probleme, die sie immer wieder gerne für populistische
Querschläge ausnützen…
"Israelkritik":
Deutsche Kollektiv-Fantasie
Einen Tag nach der „inszenierten” Kontroverse zwischen
Entwicklungsminister Dirk Niebel und dem Staat Israel, wegen
einer abgelehnten Einreiseerlaubnis in den Gazastreifen, wurde
Christian Wulff, CDU, Kandidat für das Amt des
Bundespräsidenten, dazu in einem Fernsehinterview gefragt: „Darf
ein deutscher Politiker Kritik an Israel äußern?”…
Überblick:
Die Juden von Saloniki im deutschen Lexikon
2000 Jahre Juden in Saloniki – wie gingen/gehen deutsche
Nachschlagewerke generell an dieses Thema heran? Wie stellen sie
die so schmerzliche Rolle der eigenen deutschen Vorfahren bei
der Vernichtung der Juden der griechischen Stadt dar? Welche
möglichen Erkenntnisse oder Lehren aus der Geschichte vermitteln
die Lexika dem deutschen Benutzer?...
Orthodoxe Rabbiner:
Zur
israelischen Militäraktion
Die Orthodoxe Rabbiner Konferenz Deutschland, ORD, nimmt mit
großer Besorgnis die im Zusammenhang mit der israelischen
Militäraktion gegen die Gaza- Flotille stehenden
antisemitischen Reaktionen zur Kenntnis. „Wir und unsere
Gemeinden werden seit den Vorfällen am Montag verstärkt an-
gefeindet”, sagt ORD- Vorstandsmitglied Rabbiner Avichai Apel.
„Wir sind entsetzt darüber, wie Menschen in Deutschland ihre
Kritik an der israeli- schen Politik in judenfeindlichen
Äußerungen formulieren.”…
Facebook:
Türkischer und Arabischer Antisemitismus
In letzter Zeit haben Hasspropaganda und Morddrohungen
gegenüber Juden besonders im Internet massiv zugenommen. Unsere
Recherche in öffentlich sichtbaren Beiträgen des sozialen
Netzwerks Facebook in der Zeit vom 31.05.-16.06.2010 nach den
Begriffen „Jude/n“ und „Juden“ + „Hitler“ bringt antisemitische
Äußerungen einschließlich volksverhetzender Tatbestände ans
Licht…
Bei einem Stadtteilfest in Hannover wurde am vergangenen Samstag
eine
Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover
beschimpft und mit Steinen beworfen.
Etwa 30 Kinder und Jugendliche, u.a. libanesischer,
palästinensischer und irakischer Abstammung, bewarfen die acht
erwachsenen Tänzer mit Kieselsteinen. Zeugen berichteten von
"Juden raus" Rufen durch ein Megafon. Die Tänzer flohen von der
Bühne, die Polizei wurde unterdessen nicht verständigt.
Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil äußerte sich bestürzt.
Stadt und Liberale Jüdische Gemeinde stellten Strafanzeige.
24. Juni in München:
Ungarns konservative Revolution
Ein Vortrag mit Karl Pfeifer und Magdalena
Marsovszky...
Unter den Teppich kehren:
Ist Antisemitismus überhaupt ein Problem?
Antisemitismus ist zwar ein Problem der
gesamten Gesellschaft, wahrgenommen wird er aber noch immer am
ehesten von Juden. Die Mehrheit reagiert, auch wenn es in den
letzten Jahren immer deutlicher wurde, dass antisemitische
Stimmungen weit in die so genannte Mitte der Gesellschaft hinein
reichen, noch immer fast reflexartig mit Wegschauen,
Verschweigen, Verharmlosen…
Antisemitismus und neue Medien:
Gleichgültig? Unerfahren? Hilflos?
Über antisemitische Hetze in den
mittlerweile nicht mehr ganz so “neuen Medien” wurde im Laufe
der letzten 15 Jahre viel geschrieben, viel diskutiert, viel
lamentiert. Viele Gründe wurden dafür angeführt, weshalb man so
wenig gegen diese Flut der Hetze unternehmen könne. Einige
Vorschläge zur Eindämmung wurden im Rahmen hochkarätig besetzter
Konferenzen diskutiert und verworfen, andere wurden weiter
verfolgt und irgendwann ad acta gelegt, an wieder anderen wird
noch immer gefeilt…
Die antisemitische Propaganda im Allgemeinen und in den neuen
Medien im Besonderen:
Zwei Thesen
Antisemitismus ist das zentrale Merkmal fundamentalistischer und
nationalistischer Weltanschauung und damit Bindemittel
unterschiedlichster Bewegungen, von Pamjat in Russland bis zum
Ku-Klux-Klan in Amerika, von christlich-arischen Allianzen und
islamistischen Fundamentalisten. Diese Tatsache wird inzwischen
oft genug und deutlich zur Schau gestellt, wenn z.B. Horst
Mahler die Anschläge der Al-Kaida auf das World Trade Center
bejubelt…
Information, Kommunikation und Repression:
Auf drei Dingen...
Als haGalil onLine seine Arbeit aufnahm, war Jizhak Rabin
bereits ermordet, der Friedensprozess aber noch nicht
zusammengebrochen. Die Hamas sammelte schon Gelder in Europa,
von Al-Kaida hatte aber noch niemand gehört. Horst Mahler
schrieb schon alles, was wir heute auch in der saudischen Presse
lesen können. In Brandenburg gab es schon national-befreite
Zonen und in Rostock brannte das Sonnenblumenhaus. Vom WTC
konnte man die halbe Welt sehen und die war damals noch bunter,
von Nuancen zu reden war noch selbstverständlicher…
TV-Radar:
haGalil Fernsehtipps
Vom 16.06. bis 30.06.2010 …
Antisemitismus:
Unerhellter Trieb
Samuel Salzborn sucht nach einer sozialwissenschaftlichen
Theorie des Antisemitismus in modernen Gesellschaften…
Veranstaltungs-Tipp Berlin:
Alltag im Gelobten Land
Ulrich Sahms besonderes Merkmal ist gründliche Recherche in
Kombination mit seiner Insiderperspektive, was das Leben in
diesem nahen und doch so fremden Nachbarland antreibt und hemmt.
In seinem Buch „Alltag im gelobten Land“ schildert er
Kriegsschrecken neben archäologischen Sensationen, kulinarische
Entdeckungen neben politischen Absurditäten...
Jahrestag der iranischen Wahlfarce:
Wird Deutschland weiter EU-Sanktionen blockieren?
Am Samstag, den 12. Juni jährte sich zum ersten Mal die
iranische Wahlfarce von 2009 mit ihren blutigen Folgen für die
oppositionelle Freiheitsbewegung. Die Machthaber im Iran haben
sich seither noch einmal radikalisiert. Das Regime um
Ahmadinejad und Khamenei und die iranischen Revolutionsgarden
verwandelten den Iran von einer totalitären Theokratie in eine
islamistische Militärdiktatur…
Israels Politik und David Grossman Ehrung:
Zwei deutsche Voten
In seltener Einmütigkeit hat der Deutsche Bundestag am 10. Juni
2010 ein wegweisendes und überfälliges Votum abgegeben: Israel
wird aufgefordert, die Blockade des Gazastreifens umgehend zu
beenden und einer internationalen Untersuchung zum Tod der neun
Türken auf der „Freiheitsflottille“ am 31. Mai Raum zu geben…
Painting to Remember:
Zerstörte deutsche Synagogen
Das Jüdische Museum Westfalen zeigt in Kooperation mit dem
Preußen Museum Wesel vom 13.06. bis zum 15.08.2010 Alexander
Dettmars einzigartige Ausstellung “PAINTING TO REMEMBER”. Der
Träger des Ernst-Barlach-Preises widmet sich mit seinem Werk den
1938 in Deutschland zerstörten Synagogen…
KZ-Außenlager:
Nachtjägerflugplatz Hailfingen/Tailfingen
1938 wurde auf der Gemarkung der Gemeinden Tailfingen,
Hailfingen und Bondorf mit dem Bau eines Militärflugplatzes
(Einsatzhafen I) begonnen. Das unbebaute 86 Hektar große Gelände
eignete sich als Standort, da es eben, fast nebelfrei und
strategisch günstig in relativer Nähe zur französischen Grenze
lag. Der Platz bekam den Namen „Hailfingen“, weil die
Kommandantur auf Hailfinger Markung lag. Für das KZ wurde der
Name übernommen, obwohl es sich auf Tailfinger Markung befand…
Axel M. und Sabine R.:
Neonaziforen-Macher geoutet
"Altermedia" und "Thiazi" sind die wichtigsten rechtsextremen
Seiten. Jetzt werden ein Mann und eine Frau bekannt, die hinter
der Netzhetze stehen…
Weiter ein heißes Thema:
Die Tribüne berichtet über die Kölner Antiwand
"Seit zwei Jahrzehnten treibt er sein rassistisches Unwesen vor
dem Dom – unbehelligt von der Justiz. Dabei hat er nach
Überzeugung etlicher Kölner längst gegen das Verbot von
Rassismus und Antisemitismus verstoßen und sich deshalb Anzeigen
eingehandelt. Die Staatsanwaltschaft lässt den Mann aber weiter
unbehelligt. Ein Zerrbild?"...
Der vermisste iranische Regisseur Daryush Shokof ist nach 12
Tagen am Samstagabend in Köln wieder aufgetaucht. Er war
erschöpft und verwirrt, bat Passanten um Hilfe und gab an,
entführt worden zu sein. Shokof ist ein scharfer Kritiker des
iranischen Regimes und lebt seit 1985 in Deutschland. Die
Polizei ermittelt.
Wo ist Daryush Shokof:
Iranischer Filmemacher verschwunden
Stop the bomb ist äußerst besorgt um Gesundheit und Leben
des seit 11 Tagen verschwundenen exil-iranischen Künstlers und
Filmemachers Daryush Shokof und fordert die zuständigen Behörden
in Deutschland auf, alles zu tun, um das Verschwinden Shokofs
aufzuklären, und dabei besonders die Möglichkeit einer politisch
motivierten Tat iranischer bzw. islamistischer Kräfte zu
untersuchen…
Offener Brief an die Alte Feuerwache:
Weiter Protest gegen die Kölner Antiwand
Für Juni diesen Jahres hat der Betreiber der Kölner "Klagemauer"
eine Wiedereröffnung seiner antisemitischen
Verschwörungstheorien angekündigt. Nun haben vier linke Kölner
Jugendorganisationen den Protest dagegen erweitert...
Der Kern des Problems:
Dschihadisten und nützliche Idioten
Stellungnahme von Stephan J. Kramer, Generalsekretär des
Zentralrats der Juden in Deutschland, zu antiisraelischen
Ausfällen im Gefolge der Militäroperation gegen die
„Solidaritätsflotte“ für Gaza…
Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
zur neuen Gaza-Krise:
Untersuchen und nicht Vorverurteilen
Wir rufen die israelische Regierung auf, die Umstände der
Erstürmung eines der Schiffe des sogenannten "Gaza-Hilfskonvois"
umfassend zu untersuchen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Insbesondere bleibt die Frage nach der
Erforderlichkeit und Professionalität dieses Einsatzes zu
klären...
Facebook u.a.:
Aufruf zum Mord an Juden
In Folge der bedauernswerten Vorfälle vor der Küste Gazas
grassiert im Internet antisemitische Hetze in ihrer übelsten
Form bis hin zum offenen Aufruf zum Mord an Jüdinnen und Juden…
Beckum:
Gedenkstätte erneut geschändet
Bereits zum dritten Mal innerhalb von nur zwei Monaten ist die
jüdische Gedenkstätte im münsterländischen Beckum (Kreis
Warendorf) geschändet worden. Täter konnten auch in diesem Fall
noch nicht ermittelt werden…
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend
zurückgetreten. Er vermisse den Respekt vor dem Amt des
Bundespräsidenten, wenn er sich die Kritiken zu seiner
Stellungnahme zur Lage in Afghanistan anschaue. Köhler hatte u.a.
gesagt, Deutschland könnte eines Tages auch aus wirtschaftlichen
Notwendigkeiten heraus gezwungen sein, an Militäreinsätze zu
denken.
TV-Radar:
haGalil Fernsehtipps
Vom 01.06. bis 15.06.2010...
Die deutsche Volksseele kocht:
Null Punkte aus Israel
"Juden, looool. Billiger gehts nicht, ihr Naziverfickten
Kindermörder. Falsches Politikland! Null Punkte aber Milliarden
von uns Kindern kassieren"...
Anleitung:
Das subversive Denken
In seinem Buch geht Hubert Schleichert der
Frage nach, wie man ein dogmatisches System attackieren kann,
ohne logische Fehler zu machen und ohne sich mit der bloßen
Negation der Prinzipien des Systems zufriedenzugeben? Liegt es
doch im Wesen des Glaubens, dass er nicht auf Argumenten beruht;
und was ohne Argumente geglaubt wird, kann auch nicht
argumentativ widerlegt werden. Man kann es aber erschüttern,
unterminieren, untergraben. Das ist der subversive Gebrauch der
Vernunft, von dem im folgenden die Rede ist…
"Missliche" Lage:
Kein Urteil im Prozess um beschlagnahmte Gegenstände
Das Verwaltungsgericht Minden hat heute kein Urteil darüber
fällen können, ob diverse Sachen, die nach dem Verbot des
“Collegium Humanum” in Vlotho (Kreis Herford) sichergestellt
worden waren, wieder an die Eigentümerin Ursula Haverbeck-Wetzel
zurückgegeben werden müssen…
Spuren jüdischen Lebens:
Die jüdischen Friedhöfe in Hannover
Grabmale in der Nordstadt. Bleistiftzeichnungen von Heide
Kramer…
Ein Phänomen der Mitte:
Der
angepasste Antisemitismus
"Eindringlich möchte ich Sie bitten, Herr Paul Spiegel, Ihre
verdammte Arroganz abzulegen. Sie waren und sind arrogant und
oberflächlich (…) Ich bin Jahrgang 46. War in Jerusalem und habe
dort einen Friedensbaum gepflanzt. Sie zerstören alles wieder.
Wie soll ich Ihr Fehlverhalten meinen Kindern erklären?" So
lautet der Auszug eines Briefes, der im März 2005 beim
Zentralrat der Juden einging…
TV-Radar:
haGalil Fernsehtipps
Vom 16.05. bis 31.05.2010 …
"Die Wahrheit aushalten":
Wir sind,
was wir erinnern
"Was soll ich über unseren Bruder, den kleinen blonden
Wirbelwind mit seinen wachen blauen Augen erzählen?" fragt
Jolana, und dann erzählt sie doch so lebendig von dem fröhlichen
Kind und seinem viel zu kurzen Leben,das zehnjährig in Auschwitz
endete. Konrad Görg, Autor und Internist, stieß auf diese
Geschichte bei einem Friedhofsbesuch...
Auf die Synagoge in Worms ist in der Nacht zum Montag, 17.
Mai ein Brandanschlag verübt worden. Die Täter warfen ein
Fenster des Gebäudes mit einem Brandsatz ein und legten an acht
weiteren Stellen Feuer.
Die Synagoge aus dem Jahre 1034 ist die älteste erhaltene
Synagoge in Deutschland. Im November 1938 war sie zerstört
worden. Wieder aufgebaut wurde sie erst 1961. Da der Brand durch
die Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte, entstand, von
rußgeschwärzten Wänden, kein größerer Schaden.
In der Nähe der Synagoge fand die Polizei acht Kopien eines
Schreibens. Darin stand der Satz „Sobald ihr nicht den
Palästinensern Ruhe gebt, geben wir euch keine Ruhe“. Ob das
Schreiben authentisch ist, sei noch unklar. Die Schutzmaßnahmen
für jüdische Einrichtungen in Rheinland-Pfalz wurden verstärkt.
Teheran - Berlin:
Eine verhängnisvolle Freundschaft
Kein anderes Land des Westens ist seit vielen Jahrzehnten so eng
verknüpft mit dem Iran wie Deutschland. Einem Land, das den
Antisemitismus zur Staatsdoktrin erhebt, an der Bombe bastelt
und dessen Präsident Israel von der Landkarte tilgen will.
Matthias Küntzel liefert in seinem Buch zahlreiche Details
dieser traditionsreichen Beziehung…
Jüdische Ärzte in Frankfurt am Main 1933-1945:
Isolation, Vertreibung, Ermordung
Bereits am 24.03.1933, unmittelbar nach der Machtübernahme
Hitlers, wurden die ärztlichen Spitzenverbände gedrängt,
jüdische Mitglieder aus ihren Vorständen und Ausschüssen zu
entfernen und durch nichtjüdische Ärzte zu ersetzen. Mit der
Verordnung des Reichsarbeitsministeriums vom 22.04.1933 wurde
den jüdischen Ärzten im gesamten “Deutschen Reich” die
Kassenarzttätigkeit verboten…
Noch immer antijüdisch:
Passionsspiel in Oberammergau
Die Autoren der neu aufgearbeiteten Passionsspiele in
Oberammergau haben sich große Mühe gegeben, die lange Tradition
anti-jüdischer Elemente in dem ältesten Passionsspiel der Welt
zu unterbrechen. Gleichwohl enthält das Manuskript immer noch
problematische Darstellungen. Zu diesem Schluss kommen Forscher
und Experten des amerikanischen Rates der jüdisch-christlichen
Beziehungen (CCJR). Deren Untersuchung wurde von der
Anti-Diffamation-League verbreitet…
Späte Ehrung:
Magnus Hirschfeld
Geboren in Kolberg/Kotobrzeg, am 14.5.1868 und gestorben in
Nizza, am 14.5.1935. Magnus Hirschfeld, der
Sexualwissenschaftler und Sexualreformer, wurde von der
antisemitischen Bewegung der Kaiserzeit bis hin zu den
Nationalsozialisten durchgängig als Apostel der Sodomie, als
jüdischer Rasseschänder und Sittenverderber angegriffen…
Judenfeindliche Theologie:
Die
christliche Eroberung des alten Testaments
Sebastian Moll stellt auf rund 80 Seiten einen chronologischen
Überblick über den Umgang der Christen mit ihrer Herkunftsbibel
dar. In angenehm witziger Sprache erzählt Moll von Ignatius von
Antiochia, Barnabas, Ptolemäus und Marcion, Justin und Apelles,
Irenäus von Lyon und schließlich von Adolf von Harnack und all
ihren unterschiedlichen Lösungsansätze für das Problem des
Umgangs mit der jüdischen Bibel in der neuen christlichen
Religion mit ihren Evangelien…
[Bilder zum 9. Mai]
Zum 8. Mai 1945:
Ein trauriger Sieg
Am 8. Mai
1945 geht in Europa der Zweite Weltkrieg zu Ende. Millionen
Menschen jubeln und feiern. In die Freude der Juden mischt sich
dagegen große Trauer. Zu diesem Zeitpunkt ist schon bekannt,
dass Millionen Juden von den Nazis ermordet wurden...
8.Mai 1945:
Auf jeden
Fall ein Grund zu Feiern!
Heute jährt sich jener Tag, an dem die
Nazibestie ihren letzten Atemzug tat. Zu danken ist das den
vereinten Kräften der Soldaten der Antihitlerkoalition, von der
einige der hauptbeteiligten Staaten den 8.Mai zum Feiertag
erklärten...
Anti-NS-Protest in Leipzig:
In
der Extremismus-Falle
Der für Samstag geplante Protesttag gegen das NPD-Zentrum in der
Odermannstraße wurde von manchen Leipzigern zur Skandalisierung
des Protests genutzt. Manche entdecken Bürgermeister Jung sogar
“in der Antifa-Falle”. Diese Form der Kritik zeugt von einem
fatalen Geschichtsverständnis und ist ein weiterer Beleg für die
problematische Wirkung der Extremismus-Formel…
München:
Aufruf zum friedlichen Protest gegen Neonazi-Aufmarsch
Die Präsidentin des Zentralrats der
Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, ist enttäuscht, dass
der für den 8. Mai in München-Fürstenried geplante
Neonazi-Aufmarsch nicht verhindert werden konnte…
Nizza Thobi im Belgischen Rundfunk:
Ein Koffer spricht
Eine amerikanische Jazzsängerin präsentiert persönliche
Interpretationen französischer Chansons, ein Berliner Trio
verbindet Gesellschaftskritik mit irrwitzigem Spaß und sehr
einfühlsame Einspielungen yiddischer Lieder. So vielseitig sind
die aktuellen CDs...
Nach Brandanschlag:
Gedenkstätte im Belower Wald wieder eröffnet
Acht Jahre nach der Zerstörung durch einen Brandanschlag ist
die NS-Todesmarsch-Gedenkstätte im Belower Wald bei Wittstock am
Freitag neu eröffnet worden. An der Feier nahmen auch zahlreiche
Überlebende des KZ Sachsenhausen teil. Der Ueberlebende des
Todesmarsches Jacov Tsur, Vorstand der Vereinigung jüdischer
Überlebenden von Ravensbrueck und Sachsenhausen in Israel,
sprach bei der Eroeffnung…
Im KZ-Flossenbürg:
Tschechische Spuren
Am Sonntag, dem 25. April, wird der Befreiung des
Konzentrationslagers Flossenbürg vor 65 Jahren gedacht.
Flossenbürg liegt in der Oberpfalz, nahe der tschechischen
Grenze. Von etwa 100.000 Häftlingen, die zwischen 1938 und 1945
in Flossenbürg litten, starben mindestens 30.000. Juden, Polen,
Russen, Ungarn, Franzosen, Deutsche, aber auch Tschechen…
YouTube:
Wirbel um Hitler-Parodien auf
Löschungsaktion von Constantin Film verletzt “Fair Use”-Grundsatz...
Deutsche Medien:
Erinnerungskultur und Israelkritik
Anfang März erschien in der tageszeitung (taz) ein Kommentar mit dem Titel
„Pilgerfahrt nach Auschwitz“, der zu einer Diskussion zum Umgang
der deutschen Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und
Antisemitismus veranlasst hat. Es taucte die Frage auf: Ist
Antisemitismus in deutschen Tageszeitungen wieder salonfähig?…
April 1945:
Jüdischer Gottesdienst auf Hitlers Kanzel
Militärrabbiner betete mit jüdischen Kriegsgefangenen aus
Palästina und US-Soldaten am NS-Reichsparteitagsgelände…
München:
Bürokratenstreit um Sprudler
Die Stadtwerke München verkaufen ein Produkt der israelischen
Marke Soda-Club. Es ist ein Wassersprudler. Die Linkspartei
würde das luftige Patent gerne boykottieren und hat eine
Stadtratsanfrage eingereicht. Die Antworten der Stadt fielen
angenehm kurzatmig aus…
TV-Radar:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 16. bis 30. April 2010 …
Stalin-Kult und Israel-Hass:
Antisemitischer "Kommunisten-Rap" aus Gütersloh
Der Rapper "Makss Damage" aus Gütersloh, der sich selbst als
kommunistischen Musiker bezeichnet, hat Anfang des Jahres ein
weiteres Album veröffentlicht. "Makssismuss 2010" heißt die neue
Platte, deren menschenverachtender Inhalt vor allem im Internet
Jugendliche erreicht...
Alles beim Alten:
Nach der Stadtratssitzung in Arnstadt
CDU und FDP in Arnstadt wollen keine Abwahl des
„Pro-Deutschland“- Bürgermeisters, der Toleranz für Rechtsextremisten
praktiziert…
An den Vizekanzler Guido:
Belehrungen aus
der Fleischskanzlei
Auf die Orgien und Ausschweifungen spätrömischer Dekadenz
folgte bekanntlich der Untergang des großen Vorbild-Imperiums aller
nachfolgenden abendländischen Imperien. Verdächtigt also der gute Guido all die
Hartz-IV-Empfänger, die es sich zu gut gehen lassen und denen er deswegen
spätrömische Dekadenz vorwarf, sie gäben der eh schon wankenden
Weltwirtschaftsmacht Deutschland den Rest?…
Arnstadt:
Neue
Hinweise über Nähe zur Neonazi-Szene
Die rechtspopulistische Bewegung „Pro Deutschland“ gibt den
Einzug ins Rathaus der thüringischen Kreisstadt Arnstadt bekannt. Heute berät
der Stadtrat in Arnstadt über einen Antrag zur Abwahl des Bürgermeisters
Hans-Christian Köllmer…
Der neue Hass auf Homosexuelle:
"Schwule Sau!"
Madeleine schreibt ihrer besten Freundin in einem Brief, dass sie nicht
wisse, was mit ihr los sei: Sie verliebe sich immer nur in Mädchen. Am nächsten
Morgen hängt ihr Brief – vielfach kopiert – an den Wänden der Schule…
In Berlin und anderswo:
Steine zum
bleibenden Gedächtnis
Der Urenkel steht im Kreis einer kleinen Gruppe, die sich an
einem der großen Boulevards des Berliner Westens zu einer denkwürdigen Aktion
versammelt hat. In ihrer Mitte am Boden glänzen zwei, auf Quadratsteinchen aus
Beton ruhende Messingplatten, in die Namen und Daten eingraviert sind. Eben erst
wurden sie in das Straßenpflaster in Handarbeit eingelassen, die sog.
Stolpersteine...
Neuengamme-Schändung:
Nazi-Schmierer outen sich im Internet
Nach Hakenkreuz-Schmierereien prahlen mutmaßliche Täter in
Online-Forum…
Aus Mangel an Beweisen:
Straffreiheit
für zwei Neonazi-Kader
Freisprüche für alle Angeklagten: Das Gerichtsverfahren gegen
eine Antifaschistin, die zusammen mit zwei Neonazis auf der Anklagebank sitzen
musste, ist vor dem Amtsgericht Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) ohne
Strafen zu ende gegangen…
Kommunistische Umtriebe:
Karl Pfeifer setzt sich mit einer Denunziation auseinander
Seit einigen Monaten gibt es die Website hagalilwatch, die
vorgibt Kritik zu üben, sich jedoch tatsächlich darauf spezialisiert, anonym die
Website Hagalil.com anzugreifen. Seltsam, wenn jemand, der seinen Namen nicht
nennt, versucht hagalil.com – das durchaus kritisierbar ist, Kritikern jedoch
auch ein Forum bietet – als „kommunistisch“ zu denunzieren…
TV-Radar:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 1. bis 15. April 2010 ...
Hamburg:
Frühjahrsputz
für 'Stolpersteine'
Aus Anlass des ‚Yom HaShoah’, an dem seit den 1950er Jahren in Israel und in
vielen Teilen der Welt der jüdischen Opfer des Holocaust gedacht wird und der in
diesem Jahr auf den 11. April fällt, rufen die Initiatoren des Projektes in
Hamburg die Bevölkerung erneut dazu auf, die Stolpersteine in ihrer
Nachbarschaft in der Zeit vom 10. April bis 2. Mai 2010 zu reinigen...
Unser Jahrhundert:
"Fritz, wir sind fast schon wieder bei Hitler!"
Helmut Schmidt und Fritz Stern diskutieren über die Weltlage, ein
Buch bei dessen Lektüre manchmal der Atem stockt…
Am symbolischen Friedhof:
KZ-Gedenkstätte Neuengamme geschändet
Am gestrigen Ostermontag wurde das Mahnmal der KZ-Gedenkstätte
Neuengamme mit neofaschistischen Sprüchen, Hakenkreuzen und SS-Runen großräumig
besprüht. Die Polizei wurde sofort informiert und die Tat zur Anzeige gebracht…
Bielefeld:
Kindergartenstalinismus
Auf Antisemitismusvorwürfe reagiert das Bielefelder AJZ mit Ablenkungsmanövern,
Mobbing und Boykott… |